Ich gehe mal davon aus, dass Sie auf diese Seite gelangt sind, weil Sie entweder einen Neubau planen oder Ihre alte Umwälzpumpe austauschen möchten. Deswegen lesen Sie hier, wie man eine passende Heizungspumpe findet. Es gibt viel Wissenswertes über Heizungspumpen, was ich im Folgenden so ausführlich wie nötig vermitteln möchte. Interessant dürften praktische Infos zur staatlichen Förderung von Hocheffizienzpumpen sein, wie lange es dauert, bis diese sich amortisieren, wie die Wartung einer Umwälzpumpe aussieht und welche Probleme mit der Heizung auftreten können. Wenn Sie eine gute Pumpe suchen, dass schauen Sie auch mal in meine Top 10 Heizungspumpen oder machen Sie sich einen Überblick über die reputabelsten Umwälzpumpen Hersteller. Außerdem erfahren Sie hier, was eine Zirkulationspumpe ist.

Funktion der Heizungspumpe

Funktion einer Heizungspumpe

Die Heizungspumpe sorgt dafür, dass die Heizung läuft und ist somit das Zentrum einer jeden Heizungsanlage. Genauer gesagt pumpt sie das warme Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern und zurück. Sie lässt also den Heizkreis zirkulieren. Das ist der geschlossene Kreislauf, in dem das Wasser des Systems im Heizkessel erhitzt wird, dorthin kommt, wo es benötigt wird, Wärme abgibt und wieder im Kessel erhitzt wird.

Dabei darf man die Heizungspumpe oder Umwälzpumpe nicht mit der Zirkulationspumpe verwechseln. Diese kommt beim Trinkwasser zum Einsatz und wird mitunter auch als Umwälz-Trinkwasserpumpe bezeichnet.

Die Heizungspumpe pumpt also nicht Wasser von A nach B, sondern setzt einen Kreislauf in Bewegung. Das geschieht direkt über ein Laufrad, welches von einem Elektromotor angetrieben wird. Dieses relativ einfache Prinzip wird bei hocheffizienten Umwälzpumpen unterstützt von digitalen Sensoren und weiteren Energieeffizienz-steigernden Maßnahmen.

Je nach Heizwasser-Bedarf ändert die Pumpe ihre Drehzahl automatisch und erhöht oder vermindert so den Volumenstrom des Wärmeträger-Mediums. Das ermöglicht dem Bewohner eine rasche Erwärmung des Wohnraums – ein wertvoller Luxus, dem man sich heutzutage kaum noch bewusst ist.

Frühere Heizungen arbeiteten nach dem Schwerkraftprinzip. Hierbei stieg das erhitzte Wasser aufgrand seiner niedrigeren Dichte nach oben und gelangte so zu den Heizkörpern. Währenddessen hatte das abgekühlte Wasser auf der anderen Seite eine höhere Dichte und sank so wieder in Richtung Heizkessel ab. Es war also keine Wasserpumpe irgendeiner Form nötig.

Die weltweit erste Umwälzpumpe wurde 1928 als Umlaufbeschleuniger vom westfählischen Ingenieur Wilhelm Opländer, dritte Generation der Gründerfamilie des Herstellers Wilo, erfunden.


Arten der Heizungspumpe

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Umlaufbeschleuniger nach Opländer durch eine Reihe weiterer Innovationen zu einer äußerst sparsamen Hi-Tech-Wasserpumpe entwickelt. Dennoch sind heute noch ältere Modelle im Einsatz – gerade in Altbauten – die zwar sehr haltbar sind, aber nicht energiesparend.

Trockenläuferpumpe

Zunächst einmal unterscheidet man zwischen Nass- und Trockenläuferpumpe. Bei einer Trockenläuferpumpe befindet sich der Elektromotor außerhalb vom Fördermedium. Dadurch eignet sich diese Art Pumpe sehr gut für aggressive Flüssigkeiten. Da der Motor nur mit der Umgebungsluft gekühlt wird, kommt es zu einer größeren Geräuschentwicklung. Auf der Haben-Seite sind dagegen die hohen Wirkungsgrade, die bei großen Fördermengen erreicht werden. Deshalb kommt die Trockenvariante häufig zum Einsatz, wenn große Förderströme benötigt werden.

Nassläuferpumpe

Im Privathaushalt kommt derweil meist die Nassläuferpumpe zum Einsatz. Eine Nassläuferpumpe besteht aus einem geschlossenen Gehäuse, einem Elektromotor, Rotor, Antriebsspule und Rohrhülsen. Der Elektromotor wird komplett vom Fördermedium Wasser umgeben und gleichzeitig gekühlt. Das hat in einer schallsensiblen Umgebung wie Wohnräumen den Vorteil, dass es zu keiner störenden Geräuschentwicklung kommt.

Mehr zur Wahl zwischen Trocken- und Nassläuferpumpe gibt es hier.

Einstufige und mehrstufige ungeregelte Umwälzpumpe

Die ersten Umwälzpumpen nach den Heizungssystemen, die nach Schwerkraftprinzip gearbeitet hatten, kannten nur eine Moral: volle Kraft! Was für eine Person eine gute Arbeitsmoral wäre, ist für eine Pumpe Energieverschwendung. Einstufige ungeregelte Heizungspumpen laufen durchgehend mit einer festgelegten Drehzahl. Einzige Option ist, sie in der warmen Jahreszeit komplett abzuschalten.

Die mehrstufigen ungeregelten Umwälzpumpen sind da theoretisch etwas effizienter. Meist kann man die Heizungspumpe auf drei Stufen regeln, muss das aber manuell tun. Nicht sehr praktisch und häufig legen sich die Bewohner auf eine Stufe fest und bleiben dabei. Diese Art der Heizungspumpe wurde noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts installiert und dürfte in vielen Haushalten noch für die Wärme sorgen. Wenn Sie eine solche Umwälzpumpe nutzen, ist es höchste Zeit, sie auszuwechseln!

Umwälzpumpe mit Differenzdruckregelung

Heizungspumpen mit Differenzdruckregelung sind die Vorgänger der heutigen Hocheffizienzpumpen. Hier liegt der Augenmerk bereits auf einer automatischen Anpassung an den Bedarf. Der Differenzdruck stellt den Druckunterschied zwischen der Saug- und der Druckseite der Umwälzpumpe dar. Er ist abhängig vom Heizkreis, seinen Maßen und den anfallenden Reibungsverlusten.

Per Anpassung der Drehzahl und der Leistung sorgt die Heizungspumpe dafür, dass der Differenzdruck konstant gehalten wird. Somit stellt sie sicher, dass zu jeder Zeit ein an den Bedarf angepasster Volumenstrom vorhanden ist.

Des Weiteren gibt es noch Pumpen mit volumenabhängiger Differenzdruckregelung. Diese kommen in größeren Heiznetzen zum Einsatz und verändern den Differenzdruck in Abhängigkeit vom Volumenstrom.

Hocheffizienzpumpe

Hocheffiziente Umwälzpumpen verbrauchen nur noch einen Bruchteil von dem, was ungeregelte Heizungspumpen verbrauchen. Mehr dazu bei den Eigenschaften. Hocheffizienzpumpen passen ihre Leistung ebenfalls an den Heizbedarf an. Verluste durch Strömungswiderstände werden durch optimierte Permanentmagnet-Motoren auf ein Minimum reduziert. Darüber hinaus spüren bei einigen Produkten Sensoren Wärmeverluste innerhalb des Heizkreises auf, wodurch eine weitere Optimierung ermöglicht wird. Ein weiterer positiver Effekt in der Praxis ist die Vermeidung von Strömungsgeräuschen und Geräuschen an Ventilen, welche durch zu hohen Druck entstehen können.

Seit der ErP-Verordnung (Energy-related Products-Verordnung) des Europäischen Parlaments dürfen für Heizungen nur noch hocheffiziente Umwälzpumpen zum Einsatz kommen. Hocheffizient, das bedeutet einen Energieeffizienzindex (EEI) von 0,23 oder niedriger. Die Heizungspumpe darf dementsprechend maximal eine Leistungsaufnahme von 23% eines fiktiven Grenzwertes haben.


Die wichtigen Eigenschaften einer Heizungspumpe

Stromverbrauch, Leistung

Energieeffizienz bei der Heizungspumpe

Bei der Entwicklung der heutigen Hocheffizienzpumpen lag die Motivation beim Stromverbrauch. Denn im Vergleich mit anderen Haushaltsgeräten hat die Heizungspumpe einen erheblichen Anteil am gesamt-Energieverbrauch. Heute sind dank der ErP-Verordnung nur noch hocheffiziente Umwälzpumpen für den Neubau sowie für Renovierungsarbeiten zugelassen.

Das heißt, die Unterschiede der heutigen Produkte in Sachen Energieverbrauch sind zwar noch vorhanden, aber nicht mehr so groß. Dennoch kann man mit den neuesten Heizungspumpen im Vergleich mit den ersten Hocheffizienzpumpen bis zu 50% Energie sparen.

Wenn Sie aber noch einen älteren Typ in Ihrer Heizung haben, lohnt es sich definitv, diese auszutauschen – nicht nur wegen der staatlichen Förderung, auf die man beim Erwerb zählen kann (mehr dazu weiter unten, wenn es um den Kauf geht).

Nach Stiftung Warentest sparen moderne Umwälzpumpen im Vergleich zu alten Modellen mehr als 80% ein. Dabei sind heutige Hocheffizienzpumpen relativ günstig zu haben und amortisieren sich dementsprechend in ein paar Jahren.

Förderhöhe, Differenzdruck

Wie bei anderen Wasserpumpen auch, spielt bei der Heizungspumpe die maximale Förderhöhe eine zentrale Rolle. Jeder Meter Förderhöhe, die die Umwälzpumpe schafft, bedeutet 0,1 bar, den die Pumpe im Stande ist zu erzeugen. Diese Zahl lässt also erkennen, für welchen Differenzdruck die Heizungspumpe geeignet ist.

Der Differenzdruck ist der Druckunterschied zwischen Saug- und Druckseite der Pumpe. In einem Heiznetz geht durch Reibungswiderstand in den Rohren und ihren Bögen innerhalb eines Kreislaufs Druck verloren. Dieser Verlust muss von der Umwälzpumpe ausgeglichen werden. Die Rechnung dazu wird vom Anlagemechaniker in der Planung vorgenommen.

Fördermenge, Förderstrom, Volumenstrom

Ein weiteres entscheidendes Attribut bei der Findung der passenden Ausführung ist die Fördermenge. Bei der Heizungspumpe spricht man öfter vom Förderstrom oder dem Volumenstrom. Bei dieser Einheit geht es um das Volumen, meist in Liter, welche die Pumpe im Stande ist in einer gewissen Zeit, meist eine Stunde, zu fördern.

Die relevanten Faktoren bei der Rechnung führen zu der Menge, welche nötig ist, um eine gewisse Zahl an Heizkörpern mit so viel Energie zu versorgen wie nötig. Im Falle einer Heizung gibt das erhitzte Wasser Energie in Form von Wärme an die Heizkörper ab und läuft dann wieder zurück. Wenn man überall ausreichend Wärme haben möchte, muss man eine Heizungspumpe mit ausreichendem Förderstrom wählen.

Einbaulänge

In einem Neubau hat man natürlich mehr Planungsfreiheit. Will man jedoch seine alte Umwälzpumpe auswechseln, sollte die neue am besten in den vorhandenen Platz passen. Deshalb ist beim Modell immer auch die Einbaulänge in Milimeter ersichtlich. Wie man anhand der Bezeichnung die passende Heizungspumpe für den Austausch auswählt weiter unten.

Durchmesser Schraubanschluss

Ebenfalls Grundvoraussetzung ist der passende Durchmesser der Schraubanschlüsse. Hier wählt man wie bei der Einbaulänge die der alten Pumpe identischen Maße. Diese sind wieder bei der Bezeichnung des Produkts ersichtlich.

Zubehör einer Heizungspumpe

Schlammabscheider, Magnetfilter, Magnetitabscheider* – alles Bezeichnungen für die Lösung eines in Heizungen häufiges Problem. Verschiedene Metallarten im Heizsystem führen fast immer zu Oxydation. Aufgrund der Konsistenz der Rost-braunen Brühe, die sich ins Heizwasser löst, spricht man von Schlamm.

Dieses ungewollte Nebenprodukt führt im Laufe der Zeit zu Verstopfungen in den Heizkörpern, Wärmetauschern und Leitungen. Dies wiederum mindert den Wirkungsgrad der hocheffizienten Heizungspumpe und führt zu einem erhöhten Energieverbrauch.

Ein Schlammabscheider* filtert diese Oxydationsprodukte heraus. Oft wird der magnetische Schlammabscheider mitsamt Schmutzfänger mit Metallnetz installiert. Dieser Zubehör erhöht die Lebensdauer einer Hocheffizienzpumpe und verringert auf lange Sicht den Energieverbrauch.


Auswahl einer Heizungspumpe

Die passende Heizungspumpe will richtig dimensioniert sein. Während bei anderen Wasserpumpen eine leistungsstärkere Ausführung nicht viel ausmacht oder gewollt ist, würde eine zu groß dimensionierte Umwälzpumpe zu ungewollten Nebeneffekten führen.

So würde sie einen zu großen Druck erzeugen, welcher zu Strömungseräuschen in den Leitungen und an Ventilen führen würde. Außerdem wäre der Energieverbrauch nicht optimal. Darüber hinaus zahlt man nicht nur bei den Stromkosten drauf. Eine Pumpe mit größeren Leistungsmerkmalen ist in der Regel auch teurer. Deshalb sollte man die passende Heizungspumpe anhand ihrer Schlüssel-Attribute wählen.

Welche ist die richtige Heizungspumpe für den Austausch?

Wenn man eine alte Heizungspumpe austauschen möchte, ist die Auswahl der passenden Hocheffizienzpumpe einfach. Man braucht nur ein Modell zu suchen, dessen Einbaugrößen und Leistungsmerkmale mit der alten Pumpe übereinstimmen.

Der meisten Hersteller, wenn nicht alle, pflegen eine vielsagende Namens-Konvention bei der Bezeichnung ihrer Produkte. So kann man direkt von der Bezeichnung der Heizungspumpe auf deren Eigenschaften schließen und dementsprechend ein passendes Modell auswählen.

Die Bezeichnung einer Heizungspumpe setzt sich zusammen aus dem Hersteller an erster Stelle. Darauf folgt der Name des Modells. Danach kommt eine Zahl, die für die Durchlassöffnung steht. Also dem Innendurchmesser der Verschraubung in Milimeter.

Die nächste Zahl stellt die Förderhöhe dar oder den Differenzdruck der Umwälzpumpe. Diese ist in Meter, manchmal auch in Dezimeter angegeben. Für den Druck bedeutet dies 0,1 bar für jeden Meter oder jede 10 Dezimeter Förderhöhe. Die letzte Zahl steht für die Einbaulänge. Diese wird von Verschraubung zu Verschraubung gemessen und ist in Milimeter angegeben.

Bei Premium-Herstellern wie Grundfos oder Wilo finden Sie außerdem Online-Tools, die bei der Suche nach einem passenden Austausch-Modell befhilflich sind (allerdings bekommt man nur Produkte des jeweiligen Herstellers vorgeschlagen).

Welche ist die richtige Heizungspumpe für den Neubau?

Wenn man ein neues Heiznetz plant, kann man die Einbaugröße außen vor lassen. Die entscheidenden Einheiten bei einer vorhandenen Heizungsanlage sind Förderhöhe und Förderstrom. Was es damit auf sich hat, habe ich bereits weiter oben beschrieben.

Um den nötigen Förderstrom in Litern pro Stunde zu errechnen, muss man wissen, wie viele Heizkörper mit wie viel Leistung versorgt werden sollen und wie groß der Temperaturunterschied zwischen Vorlauf und Rücklauf des Wassers sein soll.

In der Rechenformel teilt man somit die Gesamtleistung durch die spezifische Wärmekapazität von Wasser multipliziert mit dem Temperaturunterschied und kommt so auf den benötigten Volumenstrom. So sieht das mit Beispielrechnung aus.

Die Rechnung für die Förderhöhe ist nochmal ein Stück komplizierter, denn es gilt, jegliche Reibungsverluste in einem Heiznetz berücksichtigen. Ihr Anlagemechaniker wird sich mit den Kennzahlen auskennen und die Rechnung für Sie durchführen.

In einem Haus berücksichtigt man zum einen den Rohrreibungsdruckverlust (in Milibar pro Meter). Diesen multipliziert man mit der ungünstigsten Distanz, die sich in dem Haus ergibt (in Meter). Vereinfacht nimmt man Länge, Breite und Höhe des Hauses. Diese addiert man und multipliziert sie mit zwei.

Zum anderen treten Verluste an Formstücken, Armaturen, Thermostatventilen, Mischer/Schwerkraftbremsen auf. Diese werden als sogenannter Zuschlagsfaktor (maximal etwa 2,6 nach Wilo) dazu-multipliziert. Auch diesen Faktor multipliziert man hinzu, da je größter alle Widerstände sind, desto größter ist letztendlich der Differenzdruck.

Im obigen Link finden Sie eine vereinfachte Beispielrechnung für ein gerades Rohr. In dieser Präsentation von Wilo ist ab Seite 31 eine ausführlichere Rechnung zu finden – allerdings in Pascal und Meter Wassersäule, anstatt in bar (1 Pa = 0,01 mbar).


Reputable Hersteller von Heizungspumpen

  • HST
  • Wilo
  • Grundfos
  • KSB
  • IBO
  • DAB
  • COSMO
  • Vortex

Heizungspumpe kaufen

Gute Heizungspumpen kann man getrost in Eigenregie kaufen und braucht nicht unbedingt für Beratung draufzahlen. Halten Sie sich einfach an die reputablen Hersteller, also kaufen Sie sich ein Markenprodukt. Sehen Sie sich auf jeden Fall meinen Heizungspumpe Vergleich an, um einen Überblick über brauchbare Produkte zu erhalten.

Ob jetzt beim Fachhandel, bei Amazon oder direkt beim Hersteller – das bleibt Ihnen überlassen. Suchen Sie sich ein passendes Modell aus und vergleichen Sie die Preise. Achten Sie auf positive Kundenrezensionen.

Sehr oft findet man sehr gute Preise auf Amazon, wobei die Rückgabebedingungen ebenfalls sehr kundenfreundlich sind. Den besten Kundenservice können Sie aber erwarten, wenn Sie direkt beim Hersteller kaufen.

Heizungspumpe Förderung

Wer eine hocheffiziente Umwälzpumpe kauft, der verringert seinen Energieverbrauch. Hierfür will der Staat einen Anreiz geben. Deswegen gibt es die staatliche Förderung für alle neuen Hocheffinzienzpumpen. Wenn man sich für die Fröderung anmeldet, bekommt man einen Teil des Nettopreises zurück.

Das attraktivste Programm ist das vom BAFA. Beim BAFA-Förderprogramm bekommt man ganze 30% vom Nettopreis. Die Förderung der KfW spart nur 20%. Darüber hinaus gibt es noch einige lokale Förderprogramme bei Kommunen und Energieversorgern.


Heizungspumpe anschließen/austauschen

Neue Heizungsanlagen werden immer vom Fachmann eingebaut und eingestellt. Auch der Austausch wird am besten vom Handwerker durchgeführt. Dabei ist der Austausch einer Heizungspumpe aber kein Hexenwerk und ein begabter Heimwerker kann auch selber Hand anlegen. Sind Sie sich nicht sicher, lassen Sie einen Handwerker kommen. Im Fachbetrieb bekommen Sie eventuell auch ein Paket von Produkt und Installation.

Wenn Sie sich dazu entscheiden, selbst den Austausch vorzunehmen, dann schalten Sie zuerst das Wasser im Heizkreis und den Strom für Heizkessel und Umwälzpumpe ab. Dann lösen Sie die beiden Überwurfmuttern der Verschraubungen der alten Heizungspumpe und drücken diese auseinander.

Daraufhin können Sie die alte Pumpe entnehmen. Anschließend setzen Sie die passende neue Umwälzpumpe ein, wobei Sie auf die richtige Drehrichtung des Motors achten müssen. Wie man die passende Pumpe auswählt, sehen Sie unter Auswahl einer Heizungspumpe.

Die neue Heizungspumpe können Sie jetzt wieder mit den vorher gelösten Überwurfmuttern festschrauben. Danach den Strom einschalten und zuletzt das Wasser anstellen und schon ist der Austausch gelungen.


Wartung einer Heizungspumpe

Moderne Hocheffizienzpumpen sind sehr wartungsarm. Wichtig ist, dass beim Einbau die Umwälzpumpe richtig dimensioniert wird und die richtigen Einstellungen vorgenommen werden. Das überlässt man am besten dem Handwerker, sofern keine eindeutige Anleitung dem Produkt beiliegt.

Wenn es zu Leistungsverlusten kommt, liegt das in der Regel an Oxydationsresten, die im Heizkreis entstehen und Ventile und Thermostate verstopfen können. Um dem vorzubeugen empfiehlt sich ein Schlammabscheider mit Schmutzfänger*.

Bei einem Defekt oder Leistungsabfall muss die Heizungspumpe sowie die Ventile an Heizkörpern überprüft werden. Das kann auch ein Handwerker übernehmen. Eventuell müssen die Komponenten dann gereinigt werden. Im schlimmsten Fall wird ein Austausch nötig.

Für Geräusche in der Heizungsanlage ist in der Regel einer von zwei Gründen verantwortlich. Erstens kann es sein, dass der Förderstrom zu groß eingestellt ist. Dann muss man nachjustieren. Andererseits kann sich auch Luft im Heizkreis befinden. Hierzu entlüftet man die Heizung.


Andere Wärmepumpen

Zirkulationspumpe

Eine Pumpenart, deren Prinzip dem der Heizungspumpe ähnelt, die man aber nicht mit dieser verwechseln sollte, ist die Zirkulationspumpe*. Während die Heizungspumpe das Heizwasser mit Heizkreis umwälzt, lässt die Zirkulationspumpe das Brauchwasser, beziehungsweise das Trinkwasser zirkulieren.

Der Unterschied liegt vor allem im Material, welches mit dem Wasser in Kontakt kommt. Bei einer Zirkulationspumpe handelt es sich um Materialien, welche für Trinkwasser zugelassen sind. Nachdem sich das Arbeitsprinzip der beiden Pumpen nicht unterscheidet, spricht man auch von einer Trinkwasser-Umwälzpumpe.

Speicherladepumpe

Die Aufgabe einer Speicherladepumpe kann von einer herkömmlichen Umwälzpumpe übernommen werden. Sie ist überall dort nötig, wo es Heizwasser- oder Brauchwarmwasser-Speicher vorhanden sind.

Per Temperaturmessung erkennt die Speicherladepumpe, wann das gespeicherte Wasser unter eine vorgegebene Temperatur fällt. Dann sorgt sie dafür, dass genügend Heizwasser zum Wärmetauscher gepumpt wird, sodass die benötigte thermische Energie ans Brauchwasser übergeben und es so bis zur gewünschten Temperatur erwärmt wird.


Heizungspumpe Test

Anhand der Schlichtheit meiner Internetseite können Sie sicher erahnen, dass es mit meinem Budget nicht soweit her ist, als dass ich dutzende Heizungspumpen testen könnte. Deshalb bleibt mir nur die Möglichkeit, auf dem deutschen Markt populäre Heizungspumpen anhand ihrer Kennzahlen zu vergleichen. Eine qualitative Aussage lässt sich über die Kundenzufriedenheit, sowie Erfahrungen treffen.

Pseudo-Tests, die eventuell sogar eine Bewertung mit einschließen sind irreführend, rechtlich strafbar und kommen trotzdem oft genug auf schlecht gemachten Seiten ohne fachlicher Expertise vor.

Die einzige Institution, der ich persönlich bei Gebrauchsprodukten vertraue, ist Stiftung Warentest. Am 17.05.2018 erschien auf deren Seite test.de „Heizungspumpen im Test“, welchen man sich kostenpflichtig freischalten kann.