Welche Poolpumpe passt und warum eine Sandfilteranlage? - alles Wichtige zum Betrieb eines privaten Pools, dessen Umwälzung und Filterung, die Auswahl der richtigen Filterpumpe, Installation, Anleitungen, Troubleshooting usw.

Zu den von mir behandelten Wasserpumpen zählt auch die Poolpumpe oder Filterpumpe. Allerdings ist die Poolpumpe Teil eines Systems, das die Poolhygiene sicherstellen soll. Womit es sich nicht vermeiden lässt, dass ich bei der Thematik ein wenig ausschweife. Also lesen Sie hier alles Wissensnötige zu Poolpumpe, Sandfilteranlage, Kartuschenfilter, Chlorinator und allen weiteren Reinigungsstufen, welche für die jeweiligen Verunreinigungen im Schwimmbecken vonnöten sind. Ihr Vorteil besteht darin, dass Sie alles auf einem Blick verständlich gegliedert vorgesetzt bekommen und nicht von einer Seite zur nächsten geleitet werden, wo die günstigsten Angebote angepriesen werden. Falls Sie noch Equipment für den Pool suchen, dann schauen Sie in meinen Poolpumpen Vergleich. Auf dieser Seite sind exemplarisch Pumpen, Poolfilter und Zubehör als Affiliate-Link (*) untergebracht.

Warum eine Poolpumpe?

Der Begriff Filterpumpe wäre hier selbsterklärend. Denn die Poolpumpe erfüllt ihren Zweck im Verbund mit einer Filteranlage. Egal, ob Kartuschenfilter oder Sandfilteranlage – die Poolpumpe sorgt dafür, dass das verunreinigte Wasser durch das Filtermaterial geleitet und hier gefiltert wird.

“Brauche ich diese denn auch, wenn ich Chlor verwende?” Antwort: ja! Denn die Desinfektion durch Chlor ist nur eine Dimension von mehreren. Ohne physische Filteranlage würden Haare und andere Schwimmstoffe sowie große Trübstoffe wie Hautschuppen und Cremes im Poolwasser verbleiben.

Außerdem verhindert das Umwälzen durch die Poolpumpe die Entstehung von Algen. Daher liest man öfter, dass die Filteranlage gerade in den heißesten Sonnenstunden laufen sollte. Dies ist auch ein Beispiel dafür, dass bei der Poolhygiene mehrere Ebenen richtig eingestellt gehören. Denn der richtige PH-Wert und Chlorgehalt helfen zudem bei der Algen-Abwehr.

Wie funktioniert eine Poolpumpe?

Intex Poolpumpe mitsamt Sandfilteranlage angeschlossen an einem Intex Aufstellpool
Intex Krystal Clear Sandfilteranlage

Bei der Poolpumpe handelt es sich meist um eine einstufige Kreiselpumpe. Während der Elektromotor für die Leistung sorgt, fördert das Laufrad im Leitapparat das Wasser. Ein Grobsieb auf der Saugseite filtert bereits groben Schmutz heraus und muss regelmäßig gesäubert werden.

Im Idealfall ist der Vorfilter per durchsichtigem Deckel einsehbar. Weitere Komponenten sind die Gleitringdichtung und der Flansch. Dazu kann für eine normalansaugende Pumpe ein Rückflussverhinderer verbaut werden, wenn diese oberhalb des Beckenwasserspiegels positioniert ist.

Nun saugt die Schwimmbeckenpumpe also das verunreinigte Wasser im Pool an und filtert bereits grobe Partikel heraus. Auf der Druckseite wird es in den Filter geleitet, wo kleinere Teilchen ab circa einem Milimeter herausgefiltert werden. Anschließend fließt das Wasser wieder ins Schwimmbecken.

Durch die Bewegung, die durch den Pumpvorgang angetrieben wird, kommt es zu einer Umwälzung im Becken. Das heißt, der Reinigungskreislauf wird in Gang gesetzt. Von einer Zirkulation spricht man allgemein, wenn das Wasser nicht den Filter durchläuft. Wie schnell eine Poolpumpe den Beckeninhalt einmal umwälzen kann, ist von entscheidender Bedeutung bei den Leistungsangaben und der Wahl der zum eignen Pool passenden Schwimmbadpumpe.


Empfehlungen Poolpumpe

Dies sind drei Modelle, die ich aus meinem Poolpumpen Vergleich hervor heben möchte. Speck ist ein namhafter Hersteller von Pooltechnik, welcher für höchste Qualität steht. Diese hat in der Regel ihren Preis. Mit der Speck Badu Magic bekommt man allerdings eine zuverlässige langlebige Poolpumpe zu einem mittleren Kaufpreis mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie ist für Fördermengen von 4, 6, 8 und 11 m³/h erhältlich und somit passend für die meisten Poolanlagen in Privatbereich.

Speck Badu Magic*

Wer sich nicht gerne mit gut oder Durchschnitt zufrieden gibt, der möchte eine Pumpe am hohen Ende, wie man im Englischen zu sagen pflegt. Die Speck Badu Prime erfüllt diese Ansprüche unter anderem mit glasfaserverstärktem Material und einem besonders geräuscharmen Betrieb. Durch die qualitativ hochwertige Verarbeitung kann sich der Hersteller eine fünfjährige Garantie erlauben. Dabei ist die Modell-Linie für die Größen 7 bis 48 m³/h für alle erdenklichen Anwendungen zu haben.

Speck Badu Prime*

Filterpumpen von Steinbach erfreuen sich einer hohen Kundenzufriedenheit und gelten als zuverlässig. In Sachen Qualität reichen die vorgestellten Produkte sicher nicht heran an die Premium-Pumpen von Speck. Dafür sind die Modelle CPS, Sena und SPS mit einer Preisspanne zwischen circa 79 und 109 Euro auch deutlich günstiger zu haben. Sie gibt es mit den Fördermengen 4,5, 7, 8,5 und 9,5 m³/h mit und ohne Zeitschaltuhr.

Steinbach Poolpumpe*


Varianten, wichtige Eigenschaften und weitere Auswahl-relevante Merkmale der Poolpumpe

Leistungsspezifische Eigenschaften

  • Fördernenge: Die Fördermenge oder Volumenstrom wird häufig mit der Pumpenleistung oder Umwälzleistung gleichgesetzt. Diese Kennzahl zeigt an, wieviel Wasser die Schwimmbadpumpe pro Stunde fördern kann (l/h oder m³/h). Die Fördermenge ist entscheidend bei der Wahl der zum Pool passenden Pumpe. Außerdem muss sie auf die empfohlene Filtergeschwindigkeit der zugehörigen Filteranlage abgestimmt sein.Empfehlungen sprechen in der Regel von zwei- bis dreimaliger Umwälzung des gesamten Beckeninhalts pro Tag oder halten sich an die Faustregel Beckeninhalt geteilt durch fünf. Tatsächlich ist die optimale Umwälzleistung der Poolpumpe abhängig von der Nutzungsintensität und der Größe des Schwimmbeckens. Genaueres zur Leistungsberechnung folgt im nächsten Kapitel.
  • Förderhöhe: Die maximale Förderhöhe ist eng verknüpft mit dem maximalen Druck, den die Poolpumpe im Stande ist, zu erreichen. Die Pumpe sollte Höhenunterschiede sowie Druckverluste in den Leitungen un im Filter problemlos überwinden können.
  • Stromverbrauch: Beim Stromverbrauch könnte man versucht sein, die Laufzeit der Schwimmbadpumpe zu reduzieren. Dies geht dann allerdings zu Lasten der Hygiene. Ratsamer ist es, sich nach einem energieeffizienten Exemplar umzusehen. Wobei die Ökodesignrichtlinie oder EU Richtlinie 2009/125/EG bei den Drehstrommotoren ab 0,75 kW Stromfresser auf dem Markt bereits effektiv aussortiert hat. Weiterhin lohnen sich Poolpumpen mit Drehzahlregelung, wodurch man die Pumpenleistung an Tageszeit und Nutzungsintensität anpassen kann.

Qualitätsspezifische Eigenschaften

  • Material: Das Material der Poolpumpe ist von größter Bedeutung, wenn man sie länger als nur ein paar Jahre betreiben möchte. Korrosionsbeständigkeit ist dabei das A – besonders bei Salzwasserpools – Beständigkeit gegen Chemikalien wie Chlor das O. Als Edelstahl eignet sich dabei vor allem der Werkstoff V4A hervorragend. Für den Privatbereich sind reine Kunststoffpumpen aus speziell verstärktem Polypropylen äußerst populär, da günstiger.
  • Verarbeitung: Die Verarbeitung ist nicht nur bei der Langlebigkeit ein wichtiger Faktor, sondern spielt außerdem bei der Sicherheit eine große Rolle. Schließlich handelt es sich um häufig genutztes elektrisches Equipment, das mit Wasser in Kontakt kommt. Daher empfehle ich, lediglich namhafte Marken in Betracht zu ziehen, welche einen guten Ruf haben und offizielle Sicherheitsstandards einhalten.
  • Lautstärke: Klassische Kreiselpumpen erzeugen einen gewissen Lärmpegel. Dazu kann das Wasser in den Leitungen Geräusche erzeugen, insbesondere bei zu hohem Druck. Bereits beim Kauf kann man auf die Herstellerangaben bei den Dezibel achten. Aber auch bei der Installation lassen sich Maßnahmen ergreifen, um die Lärmbelastung zu reduzieren. So kann die Poolpumpe schallmindernd untergebracht und bei den Rohrleitungen Kompensatoren verwendet werden.
  • IP-Schutzklasse: Nachdem sich elektrische Komponenten in der Schwimmbadpumpe befinden, müssen diese zuverlässig vor Wasser geschützt sein. Die Norm DIN VDE0100 – Teil 702 regelt die Mindestanfordungen an elektrische Installationen im und um das Schwimmbecken. Im Schutzbereich 2, der von 2 m Abstand bis zu 3,5 m Abstand zu jeglichem Becken reicht und im Freien muss die Pumpe mindestens allseitig Spritzwasser-geschützt sein (IPX4).
  • Prüfzertifikate: Ein Prüfzertifikat wird von einem unabhängigen Institut ausgestellt und sorgt für die Bestätigung der Herstellerangaben und zusätzliche Sicherheit für den Endnutzer. Beispiele wären TÜV, GS und LGA.
  • Garantie: Qualität erkennt man auch daran, wie sehr der Hersteller seinem eigenen Produkt vertraut. Deshalb sollte man nicht nur auf den Preis der Poolpumpe schauen, sondern zudem in Betracht ziehen, ob es auf die Pumpe 1 Jahr oder 5 Jahre Garantielaufzeit gibt.

Varianten der Poolpumpe

Sandfilteranlage mit Poolpumpe
Eine Sandfilteranlage im Außenbereich
  • Sandfilter oder Kartuschenfilter: Natürlich unterschieden sich die Poolpumpen je nach Filtermethode. Auf die detaillierten Unterschiede gehe ich beim Thema Sandfilteranlage und Alternativen noch ein. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Sandfilteranlagen für fest installierten Pools im Garten die Norm darstellen, da diese leistungsstark und wartungsarm sind. Kartuschenfilter kommen oft bei Indoor-Pools und kleineren Aufstellbecken zum Einsatz.
  • Normal- oder selbstansaugend: Selbstansaugende Pumpen können auch Luft ziehen, indem sie sich selbst entlüften. Normalansaugende Poolpumpen würden trocken laufen und sehr schnell die Gleitringdichtung beschädigen, wodurch sie unbrauchbar werden würde. In der Praxis können daher nur selbstansaugende Filterpumpen oberhalb des Wasserspiegels platziert werden. Normalansaugende finden ihren Platz unterhalb des Wasserspiegels. Durch einen Rückflussverhinderer kann die normalansaugende Pumpe theoretisch auch oberhalb des Beckens installiert werden. Ein Risiko bleibt allerdings vorhanden. Denn kommt es hier zu einer Undichtigkeit, kommt es sehr schnell wieder zu einem Trockenlauf der Sandfilterpumpe. Letztlich ist ein weiterer Vorteil der selbstansaugenden Pumpen, dass diese manuelle oder halbautomatische Poolsauger betreiben können.
  • 230 V oder 400 V: Die Frage nach der richtigen Spannung ist eher eine Detailfrage an den Elektriker. In der Praxis wird man sich meist nach den örtlichen Gegebenheiten richten. Denn die meisten Hersteller haben für die meisten Poolpumpen fast baugleiche Modelle in beiden Ausführungen.

Zubehör zur Poolpumpe

  • Poolsauger: Der Poolsauger oder Bodensauger ist Standard-Zubehör für Pool-Besitzer. Dreck, welcher zu schwer ist, um in die Filteranlage gesogen zu werden, setzt sinkt zum Poolboden. Der Poolsauger saugt diesen Dreck wie ein Staubsauger auf und leitet ihn durch die Filteranlage. Es gibt manuelle Poolsauger*, welche komplett mit der Hand bedient werden müssen. Es gibt halbautomatische Poolsauger*, welche sich durch den von der Poolpumpe erzeugten Unterdruck fortbewegen. Außerdem findet man in der höchsten Preisklasse vollständig automatische Poolsauger*. Letztere benötigen eine integrierte Stromquelle und arbeiten zuverlässig die gesamte Bodenfläche ab.
  • Skimmer: Der Skimmer ist die preiswerte Alternative zum Überlaufbecken. Ein Einhängeskimmer* oder Breitmaulskimmer* sorgt dafür, dass die oberflächennahe, stark belastete Wasserschicht abgesaugt und gefiltert wird.
  • Frequenzumrichter: Ein Frequenzumwandler* ermöglicht es dem Nutzer, die Leistung der Pumpe und somit die Fördermenge an die Nutzungsintensität anzupassen. Die Anschaffungskosten hierfür sind nicht unerheblich und meist scheint der Kauf einer modernen Schwimmbadpumpe mit Drehzahlregelung sinnvoller.
  • Zeitschaltuhr: Wieso jeden Tag selbst manuell die Poolpumpe anschmeißen, dem Bedarf nach regeln und abends wieder abschalten, wenn das alles automatisiert laufen kann? Deshalb sollte eine Zeitschaltuhr für die Poolpumpe immer integriert sein oder dazu gekauft werden.
  • Chlorinator/Salzwasseranlage: Die Alternative zu Chlortabs ist der Chlorinator oder die Salzwasseranlage*. Hier schüttet man einmalig Salz ins Wasser, was durch die Elektrolyse des Chlorinators in Chlor umgewandelt wird. Nach dem Desinfektionsprozess entsteht wieder Salz, wodurch hiervon nichts verloren geht. Die Salzkonzentration ist übrigens geringer als in Tränenflüssigkeit, wodurch man keine Angst vor gereizten Augen haben braucht.

Die passende Leistung der Poolpumpe berechnen

Für einen Pool braucht man die passende Poolpumpe. Passend, das heißt, dass die richtige Menge durch die Filteranlage in der richtigen Zeit gepumpt werden kann, unter Berücksichtigung des zu überwindenden Drucks. Im Allgemeinen, das sei vorweggenommen, werden zwei bis drei komplette Umwälzungen des Beckeninhalts pro Tag empfohlen.

Was “die richtige Menge in der richtigen Zeit” bedeutet, dazu liest man allerdings an verschiedenen Stellen verschiedene Definitionen. Den Privatnutzer muss das nicht verunsichern, denn tatsächlich handelt es sich um keine exakte Wissenschaft. Deshalb halten sich auch Faustregeln als probates Mittel, wie “Fördermenge gleich Beckeninhalt durch fünf”.

Dennoch lässt sich sagen, dass der Betrieb der Poolpumpe bei präziserer Betrachtungsweise ökonomischer und der Badespaß hygienischer werden kann. Dazu sollte man ein paar Punkte berücksichtigen, die an anderer Stelle außer Acht gelassen werden.

Zum einen ist die optimale Filtergeschwindigkeit abhängig von der Nutzungsintensität und des Beckenvolumens. Unterscheidet man zwischen geringer, durchschnittlicher und hoher Nutzungsintensität, dann sollte sich das Umwälzintervall jeweils von Stufe zu Stufe um etwa eine Stunde reduzieren.

Bei Empfehlungen von nur einer oder zwei kompletten Umwälzungen pro Tag wird gerne ein Fakt ignoriert. Wenn eine Poolpumpe eine Fördermenge von 10 m³/h hat und das Schwimmbecken 50 m³ fasst, dann heißt das nicht, dass jeder Tropfen nach genau fünf Stunden gefiltert wurde. Denn der Kreislauf ist nicht perfekt und das gefilterte Wasser wird mit dem ungefilterten vermischt, bevor es wieder angesogen wird. Daher dauert die Filterung des gesamten Beckeninhalts in der Praxis deutlich länger.

Schritt für Schritt Anleitung

Folgende Schritte sind für die Berechnung der optimalen Pumpenleistung nötig:

  • Umwälzzeit herausfinden
  • Fördermenge berechnen
  • Gesamtförderhöhe ausrechnen
  • Betriebspunkt der Pumpe bestimmen

1. Umwälzzeit herausfinden

Das Beckenvolumen sollte jeder Poolbesitzer bereits zur Hand haben. Wer sich noch in der Planung befindet und eine eher unkonventionelle Beckenform anstrebt, dem könnte diese Seite die grauen Mathe-Zellen auffrischen.

Dabei ist es naheliegend, dass kleinere Becken während der Nutzung schneller verunreinigt werden und deshalb schneller umgewälzt werden sollten. Aber auch ein größeres Becken kann schnell verdrecken, wenn es denn entsprechend rege genutzt wird.

Daher sollte man sich überlegen, wie häufig, wie viele Personen gleichzeitig und wie lange im Pool geschwommen und geplanscht wird. Eine Unterscheidung zwischen niedriger, mittlerer und hoher Nutzungsintensität empfiehlt sich. Wobei das Umwälzintervall der Filteranlage bei niedriger Intensität länger und bei hoher kürzer ausfallen sollte.

Auf die Größe des Schwimmbeckens bezogen kann man für Becken bis zu 30 m³ Wasser drei bis fünf Stunden veranschlagen. Für Becken zwischen 30 und 50 m³ sollte man als Umwälzzeit circa vier bis sechs Stunden hernehmen. Und größere Becken sollten etwa in fünf bis sieben Stunden einmal gefiltert sein.

Wir haben:

  • Beckenvolumen (m³)
  • Nutzungsintensität
  • Umwälzzeit (h)

2. Fördermenge berechnen

Die Fördermenge, welche die Poolpumpe mindestens leisten muss, ergibt sich direkt aus dem Beckenvolumen und der Umwälzzeit: Beckenvolumen in m³/Umwälzzeit in h = Fördermenge in m³/h.

Man teilt also den Beckeninhalt durch die Umwälzzeit und erhält die Wassermenge, die in einer bestimmten Zeit gefördert wird. Gängig ist die Angabe in Kubikmetern (m³) pro Stunde (h). Manche Poolpumpen Hersteller geben aber auch Liter pro Stunde oder gar Liter pro Minute an.

Wir haben:

  • die benötigte Fördermenge (m³/h)

Hiermit können wir schon eine passende Poolpumpe heraussuchen.

3. Gesamtförderhöhe ausrechnen

Spätestens hier wird es eher wissenschaftlich und kompliziert – eher eine Aufgabe für eine praxiserfahrene Fachkraft. Die Gesamtförderhöhe ergibt sich aus der geodätischen Höhe und den Druck- und Reibungsverlusten im Rohrsytem und der Filteranlage. Verluste treten vor allem im Filter und dem 6-Wege-Ventil auf sowie in weiteren Armaturen und Formstücken. Mit der geodätischen Höhe ist der Höhenunterschied vom Wasserniveau zum höchsten Punkt der Druckleitung gemeint.

Man unterscheidet zwischen Wandreibung und innerer Reibung des Wassers. Man muss beachten, dass die innere Reibung umso größer ist, je schneller das Wasser durch die Leitung fließt. Eine größere Fördermenge bedeutet also höhere Reibungsverluste. Der richtige Rohrquerschnitt (siehe Installation) schützt außerdem gegen unnötige Druckverluste.

Beim Rechner von Druckverlust.de kann man sich die erwarteten Verluste für einzelne Komponenten ausgeben lassen und die Werte aufaddieren. Relevant ist die Gesamtförderhöhe der Anlage für die Anlagenkennlinie, welche im folgenden Schritt benötigt wird.

Wir haben:

– Gesamtförderhöhe (m)

4. Betriebspunkt der Pumpe bestimmen

Jeder Pool hat mit seiner Verrohrung und der Filteranlage eine eigene Anlagenkennlinie. Diese gibt nämlich die von der Poolpumpe zu leistende Förderhöhe (H in m) in Abhängigkeit von der Fördermenge (Q in m³/h) an. Man erhält ein zweidimensionales Diagramm mit der Förderhöhe H auf der y-Achse und der Fördermenge Q auf der x-Achse.

Bei solchen Berechnungen kann das kostenlose Programm FlowCalc praktisch sein. Dieser Forenbeitrag zeigt recht ansehnlich, wie aufwändig solche Berechnungen sein können.

Die Pumpenkennlinie verläuft genau gegenläufig zur Anlagenkennlinie. Das heißt, während die geforderte Förderhöhe mit zunehmender Fördermenge exponentiell wächst, kann die Poolpumpe bei hoher Fördermenge wenig und bei niedriger Förderhöhe viel Wasser fördern.

Den optimalen Betriebspunkt findet man nun also, wenn man die beiden Kennlinien übereinander legt oder die Schnittmenge (ein Schnittpunkt, um genau zu sein) mathematisch errechnet. Eine für das Schwimmbecken verwendbare Poolpumpe besitzt eine Pumpenkennlinie, welche über dem Schnittpunkt verläuft. Mit einer Drehzahlregelung kann man die Filterpumpe nun auf die optimale Pumpenleistung drosseln.


Kauf einer Poolpumpe

Kosten einer Poolpumpe

Wer sein Projekt gerade in der Planung hat, der wird die Poolpumpe vermutlich gleich mitsamt Sandfilteranlage kaufen. Das wäre die günstigste Lösung. Der Kauf einer Poolpumpe als Einzelkomponente kostet natürlich weniger als die gesamte Anlage.

Pauschal kann ich sagen, dass Filterpumpen für den Sandfilter mit akzeptabler Qualität nicht viel weniger als hundert Euro kosten. Je nach Leistung und Qualität sollte man mit bis zu 300 Euro auskommen. High-End-Produkte von Speck oder Astral haben ihren Preis auch schon mal bei 400 Euro und mehr.

Wo Poolpumpe kaufen?

Es gibt viele Fachhändler online wie lokal. Hier erfährt man meist eine gute Beratung zu Produkt und Planung. Manche Fachhändler bieten außerdem gleich die Montage. Allerdings zahlt man in der Regel einen Aufpreis.

Eine Poolpumpe beim großen Baumarkt wie zum Beispiel OBI zu kaufen, hat seine Vor- und Nachteile. In Sachen Beratung hängt viel vom hiesigen Mitarbeiter ab. Die Auswahl ist lokal eher eingeschränkt, während man im Online-Auftritt oft viele Angebote findet.

Die größte Auswahl hat man dagegen wohl bei Amazon. Wenn man sich selbst kundig gemacht hat und weiß, was man will, findet man hier meist den kleinsten Preis. Da die Hersteller und Fachhändler hier auch selbst verkaufen, kann man teilweise mit gutem Support rechnen.


Installation der Poolpumpe

Wohin mit der Poolpumpe?

Die Frage nach dem Aufstellungsort der Poolpumpe richtet sich erstmal nach der Art der Poolanlage. So wird die Filteranlage bei einem Aufstellbecken grundsätzlich oberirdisch aufgestellt, damit sie nach der Saison mitsamt Pool wieder abgebaut werden kann. Dabei sollte sie immer – egal, ob Kartuschenfilter oder Sandfilteranlage – vor Regen und Überflutung geschützt sein. Schließlich ist sie in der Regel ans Hausstromnetz angeschlossen.

Bei einem im Boden eingelassenen Pool hat man die Wahl. Selbstredend ist für die Platzierung oberhalb des Wasserspiegels eine selbstansaugende Schwimmbadpumpe zu bevorzugen. Platziert man sie unterirdisch in einem Schacht, hat man bereits Schallschutz-Bedenken weitgehend ausgeräumt und man verbraucht keinen Platz an der Oberfläche.

Dagegen sprechen aber einige praktische Argumente. So ist der Einbau der Poolpumpe in einem Schacht relativ teuer, der Zugang für die regelmäßige Wartung wird erschwert, es besteht Überflutungsgefahr, Anschlüsse von Rohren und Komponenten sind sehr aufwändig und es entwickelt sich eine hohe Luftfeuchtigkeit, wenn keine gescheite Belüftung integriert wird.

Deswegen wird im Privatbetrieb am häufigsten eine Montage im Gartenhäuschen, Werkzeugschuppen oder einer Technikbox bemüht. Der Platzverbrauch an der Oberfläche fällt selten ins Gewicht, da der Schuppen bereits vorhanden ist. Zudem ist die Installation günstig, man erhält einfachen Zugang für Wartungsarbeiten, der Raum ist meist trocken oder es können einfache Baumaßnahmen für die Entwässerung vorgenommen werden und es bleibt meist genug Platz für weitere Komponenten.

Wie weit sollte die Poolpumpe vom Becken entfernt sein? Hier werden oft zweieinhalb oder drei Meter zum Becken empfohlen. Dieser Mindestabstand berücksichtigt schutzrelevante Sicherheitsaspekte. Viel weiter weg vom Becken sollte die Pumpe allerdings auch nicht stehen. Denn je weiter weg, desto höher sind die Reibungs- und Druckverluste im Umwälzkreislauf.

Schallschutz bei der Poolpumpe

Schallschutz Poolpumpe per Werkzeugschuppen
Ein Gartenschuppen hilft beim Schallschutz

Eine Poolpumpe, die tagtäglich und regelmäßig läuft, produziert zwangsläufig Geräusche. Während der Badesaison möchte man nicht nur selbst, sondern auch die Nachbarn im eigenen Garten entspannen. Deswegen und um Schutznormen wie DIN 4109 einzuhalten, ist es unumgänglich, bei der Installation den Schallschutz mit einzubeziehen – gerade, wenn sich die Poolpumpe nah an der Grundstücksgrenze befinden soll. Zumal entsprechende Maßnahmen nicht sehr aufwändig oder teuer sind.

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die jeder Pool-Besitzer ergreifen kann. Hierbei unterschiedet man zwischen Luftschall, Körperschall wie durch die Pumpe verursachte Vibrationen sowie Fließgeräusche in den Leitungen.

Körperschall schränkt man ein, indem man die Übertragung von Vibrationen über Körper verhindert. Eine Lösung wäre, zwischen Poolpumpe und Grundplatte eine flexible Unterlage zu platzieren. Ein sehr kostengünstiges Beispiel wären halbe Tennisbälle. Nutzt man eine Blechhütte als Unterstand, sollte man vermeiden, dass Rohre direkt mit dem Blech in Berührung kommen.

Der Löwenanteil am Lärm dürfte vom Luftschall kommen, also die Geräusche, welche über die Luft übertragen werden. Je nach Wahl der Unterbringung muss unter Umständen nicht unbedingt Initiative ergriffen werden. Ein massives Gartenhäuschen mit dickeren Holzwänden isoliert die Pumpe in aller Regel bereits sehr gut.

Sollte der Lärmpegel doch groß sein, reichen simple Maßnahmen zur Schallisolierung aus. Je nachdem, was man zur Verfügung hat, kann man die Außenwände massiver gestalten. Oder man greift zu Techniken, wie man sie vom Musizieren in Innenräumen her kennt. Der Klassiker sind hier kostengünstige Eierkartons, welche zwar nicht Feuchtigkeitsbeständig sind, aber einfach ausgetauscht werden können. Anspruchsvollere Alternativen sind Akustikschaumstoff* oder recht teure Basotect-Absorber*.

Falls des Weiteren die Räumlichkeit, in der die Poolpumpe untergebracht ist, recht geräumig ist, möchte man wahrscheinlich mit Isolierungsmaterialien sparen. Dann baut man am besten eine kleinere Hülle aus beständigem Material und isoliert diese.

Fließgeräusche in den Rohren oder PVC-Flexschläuchen treten vor allem auf, wenn die Fließgeschwindigkeit zu hoch ist. Deswegen sollte diese richtig eingestellt werden – zur Not vom Fachmann. So werden außerdem unnötige Reibungsverluste vermieden. Darüber hinaus kann man durch Kompensatoren die Leitungen von der Poolpumpe entkoppeln.

Sicherheitsaspekte

Elektrische Installationen sind etwas für den Fachmann. Denn die Kombination aus Elektrik und Wasser kann schnell lebensgefährlich werden, wenn Sicherheitsschalter nicht richtig verwendet und Normen ignoriert werden.

Eine entscheidende Norm im Poolbau ist die Norm DIN VDE 0100-702, welche die Anforderungen für das Errichten von Niederspannungsanlagen in Betriebsstätten, Räumen und Anlagen besonderer Art – Becken von Schwimmbädern, begehbaren Wasserbecken und Springbrunnen regelt.

Von Interesse ist unter anderem die Definition der Schutzbereiche und die dortigen Sicherheitsanforderungen. Schutzbereich 0 ist das Becken an sich. Im Übrigen zählt hierzu jedes noch so kleine Becken mit Wasser bis zum Rand. Der Schutzbereich 1 reicht bis 2,5 m über den Beckenrand und jede Fußtrittfläche von Zubehör wie Sprungbrett oder Leiter und bis zu 2,0 m neben dem Beckenrand.

Im Schutzbereich 2 wird in aller Regel die Poolelektrik platziert. Dieser Bereich reicht bis zu 1,5 m vom Schutzbereich 1, also 2,0 bis 3,5 m vom Beckenrand. Dazu reicht diese Zone bis zu 2,5 m über den Boden. Hier ist die Mindestanforderung für elektrische Geräte die Schutzklasse IPX4. Eine Poolpumpe und alle weiteren elektrischen Komponenten sollten also allseitig gegen Spritzwasser geschützt sein.

Der Standort der Poolpumpe sollte weiters vor Überflutung geschützt sein. So will bei der Montage an Maßnahmen wie Bodenentwässerung oder – unter der Rückstauebene – einen Pumpensumpf gedacht sein.

Verrohrung und Anschluss an die Poolanlage

An einem Aufstellpool angeschlossene Bestway Sandfilteranlage

Welche Verrohrung vorgenommen werden muss, das hängt wieder ganz entscheidend von der Art Pool ab und welche Filteranlage verwendet wird. Aufstellpools, welche vornehmlich per Kartuschenfilter gereinigt werden, haben Anschlüsse für sogenannte Schwimmbadschläuche* mit Durchmesser 32 oder 38.

Diese Schläuche haben Rillen, in denen das Wasser stehen bleiben kann. Deshalb eigenen sie sich alleine nur für das oberirdische Verlegen. Der Aufwand bei Auf- und Abbau ist überschaubar und die Materialien sind günstig. Anbieter wie Intex oder Bestway zum Beispiel liefern ihre Aufstellpools mitsamt Schwimmbadschläuchen und Kartuschenfilter.

Ein Betonpool – vermutlich in den Boden eingelassen – sieht am besten aus, wenn die Rohre unterirdisch verlegt werden. Hierzu nimmt man erdbeständige PVC-Flexschläuche* oder feste PVC-Rohre*, welche im Sandbett verlegt werden. Die gängigen Größen sind Durchmesser 50 oder 63. Im Idealfall werden die Leitungen in frostsicherer Tiefe eingebettet. Denn da sie über den Winter nicht abgebaut werden, könnte es sonst zu Frostschäden kommen.

Der Aufwand unterscheidet sich, je nach angeschlossenem Zubehör. Wenn nur eine Sandfilteranlage betrieben werden soll, müssen nur wenige Leitungen angeschlossen werden. Sollen noch Salzwasseranlage*, UV-C-Entkeimung*, Wärmepumpe* oder Solarheizung* in den Umwälzkreislauf integriert werden, muss man diese entsprechend mit einplanen.

Die Basics sind von größter Bedeutung. Im Besonderen sollte bei unterirdisch verlegten Rohren oder PVC-Flexschläuchen penibel auf die korrekte Verklebung mit PVC-Kleber* geachtet werden. Sollte es hier zu Lecks kommen, ist der Aufwand enorm. Des Weiteren werden Gewinde immer mit Teflon-Band* abgedichtet. Auch dies sollte gewissenhaft und im Zweifel anhand einer Anleitung durchgeführt werden.

In Sachen Effizienz gibt es ein zwei Punkte, die man beachten sollte. Zum einen gilt es, Distanzen und Höhenunterschiede so gering wie möglich zu halten. Höhenunterschiede sorgen für größere Leistungsverluste als Reibungsverluste, die durch zu große Distanzen unnötig erhöht werden. Zum anderen sind die Verluste an der Saugseite größer als die an der Druckseite. Daher werden auch jegliche zusätzliche Anlagen nach dem Filter druckseitig angeschlossen.

Bei der Verrohrung ist weiters wichtig, einen Ablauf für das Schmutzwasser einzuplanen. Da Kartuschenfilter durch simples abspritzen gereinigt werden können, trifft dieser Schritt nur auf die Sandfilteranlagen zu. Hierzu wird eine Leitung in die Kanalisation oder eine Sickergrube benötigt.


Betrieb der Poolpumpe

Inbetriebnahme und Steuerung

6-Wege-Ventil einer Sandfilteranlage mit Poolpumpe
Ein 6-Wege-Ventil von well2wellness®von oben

Bevor der Badespaß beginnt, muss die Poolpumpe erstmal fachgerecht in Betrieb genommen werden. Beim Kartuschenfilter reicht bereits der anleitungsgetreue Anschluss als Vorbereitung. Eine Sandfilteranlage muss vor dem ersten Betrieb rückgespült und anschließend nachgespült werden. Denn das neue Filtermaterial ist mit Staub und Schmutzresten belastet, welche zuerst in den Abfluss gespült werden müssen.

In diesem Zusammenhang bietet es sich an, das 6-Wege-Ventil der Sandfilteranlage vorzustellen. Redet man bei der Poolpumpe häufig vom Herz der Poolanlage, dann ist das Mehrwege-Ventil das Gehirn. Es gibt auch Ausführungen mit vier oder sieben Einstellungen, aber die Version mit sechs ist am geläufigsten.

Hier die Einstellungen eines 6-Wege-Ventils:

  • Geschlossen/Closed: in dieser Einstellung ist der Zulauf zum Filterkreislauf geschlossen und es kommt kein Wasser in die Filteranlage. Im normalen Betrieb kaum verwendet.
  • Entleeren/Waste: hierbei wird das Wasser direkt in den Abfluss geleitet. Ein mögliches Szenario ist das Absenken des Wasserspiegels.
  • Filtern/Filter: die Standard-Einstellung während des normalen Betriebs. Die Poolpumpe leitet das Wasser durch den Filterkreislauf und drückt es gereinigt wieder ins Schwimmbecken.
  • Zirkulieren/Recirculate: auch hierbei wird das Wasser umgewälzt. Allerdings durchläuft es nicht das Filtermaterial, sondern kommt ungereinigt wieder ins Becken.
  • Rückspülen/Backwash: beim Rückspülen reinigt man das Filtermaterial in der Sandfilteranlage. Dabei wird das Poolwasser von unten in den Sandfilterkessel gedrückt und anschließend zum Abwasserkanal geleitet.
  • Nachspülen/Rinse: hierbei pumpt man das Beckenwasser wie beim Filtern durch den Kessel, worauf das Wasser allerdings zum Abfluss läuft. Diesen Vorgang führt man nach dem Rückspülen durch, damit die aufgewirbelen feinen Körnchen nicht ins Wasserbecken fließen.

Optimale Leistung einstellen

Eine Poolpumpe mit Drehzahlregelung ist empfehlenswert. Indem man die Drehzahl an die Anwendung anpasst, verringert man den Stromverbrauch, die Lautstärke, verlängert die Lebenszeit und erhöht die Filterleistung.

Eine Drehzahlregelung hilft dabei, die Poolpumpe für die optimale Filtergeschwindigkeit einzustellen. Meist gelten hierfür ca. 50 m/h im Filterkessel. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sollte derweil in Saugleitungen eine Strömungsgeschwindigkeit von 1,5 m/min und in Druckleitungen 2,0 m/min nicht überschritten werden.

Optimale Laufzeit finden

Zeitschaltuhr für Poolpumpe
Zeitschaltuhr für Poolpumpe

In der Praxis stellt sich die Frage, wann genau man die Poolpumpe laufen lassen sollte. Man findet zu dem Thema stets dieselben Fragen: “Kann man die Poolpumpe nur nachts laufen lassen?” “Kann man die Poolpumpe beim Baden laufen lassen?” “Bei heißem Wetter?” “Bei schlechtem Wetter?”

Grundsätzlich sollte man wirtschaftliche Faktoren und hygienische miteinander abwägen. Daher macht es keinen Sinn, die Pumpe nur nachts laufen zu lassen, obwohl dann die Stromkosten am niedrigsten sind. Denn tagsüber und während der Nutzung des Pools ist die Schmutz- und Keimbelastung am größten.

Sollte man die Poolpumpe lange am Stück laufen lassen, bis man seine zwei bis drei kompletten Umwälzungen durch hat? Es wird empfohlen in Intervallen zu filtern. Hat man sich eine Tageslaufzeit von acht Stunden ausgerechnet, kann man zum Beispiel zwei, drei und drei Stunden am Stück über den Tag verteilt filtern. So kann man das System an die Nutzungsintensität und die heißeste Tageszeit anpassen. Die Zeitschaltuhr ist daher ganz elementares Zubehör.

Gibt es besonders viel Sonnenschein und ist es besonders heiß, muss man vor Algenbefall gewappnet sein. Neben dem richtigen PH-Wert und der passenden Chlorung sollte die Pumpenlaufzeit verlängert werden. Außerdem sollte die Filterpumpe zur heißesten Tageszeit laufen.

Beim Baden kann man die Sandfilteranlage laufen lassen. Denn sofern die Installation sachgerecht ausgeführt wurde, Schutzschalter inbegriffen, bestehen keinerlei Bedenken. Auf der anderen Seite sieht man allerdings Hersteller von Kartuschenfiltern, welche vom gleichzeitigen Betrieb abraten. Hier gilt es, sich an die Anleitung zu halten.

Um den Poolpumpen-Betrieb ökonomischer zu gestalten kann man des Weiteren beim örtlichen Stromversorger den Strompreis in Abhängigkeit von der Uhrzeit in Erfahrung bringen. Dieser ist nämlich nicht unbedingt den Tag über konstant. Somit kann man per Zeitschaltuhr jeden Tag ein bisschen Geld sparen.


Instandhaltung der Poolpumpe

Um eine lange Lebensdauer und bestmögliche Hygiene zu garantieren, ist es nötig, die Poolpumpe zu pflegen und instandzuhalten. Die Lebensdauer einer Poolpumpe ist natürlich eng mit der Handhabung der gesamten Filteranlage verknüpft, sodass sich die Themen teils überschneiden.

Reinigung Kartuschenfilter

Reinigung Poolpumpe beim Kartuschenfilter
Filterkartuschen wie diese von Intex spritzt man einfach ab

Einen wesentlichen Aspekt stellt die regelmäßige Reinigung des Filters dar. Beim Kartuschenfilter sollte man nicht länger als eine Woche warten, bis man die Kartusche* herausnimmt und mit dem Gartenschlauch abspritzt. Je nach Nutzungsintensität kann die Reinigung des Filtermaterials auch zweimal die Woche vonnöten sein. Man richtet sich hier nach dem optischen Eindruck der Filterpatrone.

Erst wenn die reguläre Reinigung nach zwei bis drei Wochen nicht mehr den gewünschten Erfolg bringt und die Verunreinigungen verbleiben, muss die Kartusche ausgetauscht werden.

Außer dem Kartuschenfilter muss der Vorfilter der Poolpumpe regelmäßig in Augenschein genommen werden. Ist dieser voll mit grobem Schmutz, muss er entnommen und gereinigt werden.

Reinigung Sandfilter

Um beste Hygiene bei der Sandfilteranlage zu gewährleisten, sollte auch hier wöchentlich gereinigt werden. Hierzu führt man eine Rückspülung für einige wenige Minuten aus, bis das Abwasser wieder klar ist. Anschließend muss man für ein bis zwei Minuten nachspülen, damit die aufgewühlten schwebenden Teile nicht ins Becken gepumpt werden. Vor der Umstellung des Ventils muss die Pumpe erst ausgeschaltet werden.

Der verwendete Quarzsand* als Filtermaterial ist deutlich langlebiger als Papierkartuschen. Je nach Nutzung reicht es, alle zwei bis vier Jahre den Sand im Kessel auszutauschen. Auf lange Sicht spart man sich so gegenüber der Kartuschenfilteranlage einiges an Wartungskosten.

Abgesehen vom Filtermaterial an sich muss noch der Vorfilter der Poolpumpe regelmäßig gereinigt werden. Hier werden grobe Teilchen herausgefiltert, sodass er relativ schnell verstopfen kann. Schauen Sie hierzu je nach Verschmutzungsgrad des Wassers maximal täglich, ob der Vorfilter voll ist. Wenn ja, muss dieser entnommen und mit klarem Wasser gereinigt werden.

Einwintern und Überwintern der Poolpumpe

Sofern die Poolanlage nicht als Hallenbad im Haus steht, muss sie vor Wintereinbruch eingemottet werden. Ansonsten könnten Frostschäden auftreten, deren Reparatur sehr aufwändig werden kann. Die Poolpumpe an sich wird im Idealfall entwässert und in einem frostsicheren Raum aufbewahrt. Da sie aber im Filtersystem integriert ist, müssen wir uns diese Anlagen ansehen.

So wird eine Kartuschenfilteranlage meist mit Aufstellbecken verwendet. Das heißt dann vorm Winter, dass sie mitsamt Aufstellpool abgebaut und an einem frostsicheren Ort aufbewahrt wird. Dabei sollte man alles Wasser ablassen und die Kartusche heraus nehmen und säubern.

Die Poolpumpe in der Sandfilteranlage wird vorm Abbau genutzt, um die Anlage rückzuspülen. Es wird außerdem empfohlen, vorher eine Schockchlorung durchzuführen. Der Idealfall ist, dass man die Filteranlage abbaut und an einem sicheren Ort lagert. Allerdings ist das nicht unbedingt nötig.

Man muss aber zuverlässig dafür sorgen, dass nach dem Ablassen des Poolwassers aus dem Becken auch jegliches Wasser aus dem Sandkessel abgelassen wird. Bis zum Frosteinbruch sollte man den Sand im Kessel getrocknet haben. Man kann den Sand heraus nehmen und für die nächste Saison aufbewahren oder im Kessel trocknen lassen. Den Kessel lässt man geöffnet.

Falls die Filteranlage an Ort und Stelle bleibt, stellt man jegliche Schalter auf “Aus”. Daraufhin sollten die alle Sicherungen heraus genommen werden. Wichtig ist außerdem, das Manometer frostsicher über den Winter aufzubewahren.

Wiederinbetriebnahme der Poolpumpe nach dem Winter

Wenn die Badesaison wieder begonnen hat, muss die Poolpumpe und Filteranlage wieder sachgerecht in Betrieb genommen werden. Es empfiehlt sich, alle vor dem Winter abgebauten Komponenten vorher zu reinigen, damit kein unnötiger Schmutz in die Verbindungen oder Leitungen gelangt.

Vorbereitend prüft man zuerst alle Verbindungen und Dichtungen. Außerdem nutzt man die Gelegenheit, den Filtersand ausführlich zu überprüfen und zu sehen, ob dieser ausgetauscht werden muss. Wie erwähnt, sollte eine Ladung mindestens zwei Jahre lang halten.

Die Poolpumpe wird mitsamt der Filteranlage wie bei der Erstinbetriebnahme vorbereitet. Für eine Sandfilterpumpe bedeutet dies, dass sie erstmal ausführlich rückgespült wird. Anschließend kommt das Nachspülen. Vergessen Sie nicht, dass die Pumpe abgeschaltet sein sollte, wenn das 6-Wege-Ventil umgestellt wird! Sind diese Schritte abgeschlossen, kann wieder der normale Filterbetrieb aufgenommen werden.

Wenn man mal länger nicht zu Hause ist

Poolpumpe im Urlaub
Eine Poolabdeckung verhindert, dass der Vorfilter der Poolpumpe verstopft.

Verreist man über den Sommer mal über ein paar Wochen, muss man die Poolpumpe nicht gleich einmotten und das Poolwasser ablassen. Viel mehr reicht es, ein paar Vorbereitungen zu treffen, sodass das Wasser weiterhin sauber bleibt und die Poolanlage nicht den Geist aufgibt. Falls man dann noch jemanden hat, der ab und zu nach dem Rechten schaut, umso besser.

Damit der Vorfilter der Poolpumpe nicht verstopft, sollte man seinen Pool abdecken. So gelangen keine gröberen Schmutzpartikel ins Wasser und den Filterkreislauf. Haare und andere körperlichen Rückstände kommen sowieso nicht ins Wasser, da niemand die Pool nutzt.

Vorbereitend sollte man die Sandfilteranlage ausführlich reinigen, also die Optionen Rückspülen und Nachspülen ausführen. Dazu kümmert man sich um die Wasserqualität, das heißt, PH-Wert um die 7,4 bis 7,6, Chlorgehalt einstellen, Boden absaugen, wenn nötig, Stoßchlorung durchführen, et cetera. Des Weiteren könnte man je nach Bedarf weitere Säuberungsmaßnahmen wie die Anwendung eines Flockungsmittels durchführen.

Den Filterbetrieb erhält man während des Urlaubs aufrecht. Hat man bisher noch keine Zeitschaltuhr verwendet, sollte man deswegen eine einbinden. Den Filterkreislauf kann man somit wie bisher mit den nötigen Zeitintervallen laufen lassen.


Mögliche Probleme bei der Poolpumpe